Warum Diäten nicht beim Abnehmen helfen

Hand aufs Herz: Es gibt kaum jemanden, der noch nie irgendwann in seinem Leben einmal eine Diät ausprobiert hat, um schnellstmöglich Gewicht zu verlieren. Und jeder, der es schon einmal ausprobiert hat, weiß, wie schwer es ist, sein Wunschgewicht auf diese Weise überhaupt erreichen oder halten zu können. Eine Umfrage des Magazins Medizin-Welt ergab vor Kurzen, dass zwar 93% der Befragten bereits Erfahrungen mit Diäten gemacht haben, aber lediglich 5% davon auch Erfolg hatten. Im Gegensatz dazu waren es ganze 24%, die mit der Hilfe einer konsequenten Ernährungsumstellung kombiniert mit
regelmäßigem Sport dauerhaft abgenommen haben. Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.

Haben Sie sich selbst schon einmal einer Schlankheitsdiät unterzogen?

Diäten - warum sie dem Körper nicht helfen, sondern eher schaden

Schauen wir uns die vielen Zeitschriften und vermeintlichen Fachmagazine an, in denen fast täglich neue Diäten angepriesen werden, so scheint es, als bedarf es lediglich einige Tage Durchhaltevermögen, um sofort mit seiner neuen Wunschfigur durchstarten zu können. So leicht ist es aber nicht. "Schlank in drei Tagen", "Abnehmen mit Kohlsuppe" oder "Die große Sommer-Diät" - jeder von uns kennt solche Slogans, die uns suggerieren wollen, wir könnten im Nu 10 kg oder mehr verlieren. Fakt ist, dass während einer solch radikalen Ernährungsumstellung auch die Kalorienzufuhr drastisch reduziert wird, damit möglichst schnell der gewünschte Schlank-Effekt erzielt werden kann. Dass dies wirklich geschieht, ist auch gar nicht so unwahrscheinlich, denn gibt man dem Körper weniger zu essen, wird er schlanker. Dennoch bedeutet dies noch lange nicht, dass man sein Wunschgewicht auch dauerhaft halten kann. In diesem Fall kommt der gefürchtete JoJo-Effekt zum Einsatz. Erhält der Körper nicht mehr genügend Nahrung bzw. Kalorien, so schaltet er nach wenigen Tagen in den "Sparflamme"-Modus. Das bedeutet sozusagen, dass man einem Körper eine Hungersnot vorgaukelt und dieser daraufhin sofort damit beginnt, alle aufgenommenen Kalorien einzusparen - denn es könnten ja noch schlechtere Zeiten kommen. Die Folge: Man erschwert nicht nur die Abnahme selbst, sondern legt - sofern man wirklich Gewicht verloren hat - sofort wieder zu, wenn man wieder dem gewohnten Ernährungsmuster nachgeht. Oft wiegt man sogar noch mehr und der Frust ist doppelt groß.
Und: Es versteht sich von selbst, dass eine Kohlsuppen-Diät alles andere als gesund ist. Durch eine solch einseitige Ernährung fehlen eine Menge Nährstoffe und es kann zu Mangelerscheinungen kommen. Das Resultat dessen sind unter Umständen eine verminderte Leistungsfähigkeit, Konzentrationsstörungen und ähnliche Beschwerden. Man schadet dem Körper also wahrlich mehr, als dass man ihm damit Gutes tun würde.

Richtig abnehmen - aber bitte ohne Diäten

Wie aber geht man nun vor, wenn man wirklich abnehmen möchte? Im Prinzip ist dies gar nicht so schwer, es bedarf legilich etwas Disziplin und Durchhaltevermögen. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung sind eigentlich schon eine sehr erfolgversprechende Basis für einen Gewichtsverlust. Wer es schafft, für etwa dreimal pro Woche für mindestens eine halbe Stunde lang Sport zu betreiben, kann schon stolz auf sich sein. Nicht nur formt man damit seine Figur, auch der Stoffwechsel, der Bewegungsapparat und das Herz-Kreislauf-System profitieren in jedem Fall davon. Gleichzeitig fällt es dem Körper leichter, das Gewicht zu halten, selbst wenn man mit den Kalorien mal etwas über die Stränge schlagen sollte.

So ist es vor allem wichtig, dem Körper zunächst einmal genügend Energie zuzuführen. Am besten funktioniert dies mit wertvollen Kohlenhydraten, die beispielsweise aus Vollkorn stammen. Weißbrot ist vergleichsweise zu Vollkornbrot eine sehr schlechte Wahl, da es viel Zucker enthält und auch nicht wirklich ein guter Energielieferant ist. Ein ausgewogenes Frühstück mit einem Vollkornbrötchen oder einem Müsli - auch hier auf Zucker achten! - sowie ein fettarmer, aber dafür eiweißreicher Belag sind ideal, um in den Tag zu starten. Mittags ist eine Mischung aus Kohlenhydraten und Eiweißen ideal. Abends sollte man auf Kohlenhydrate verzichten und sich eine proteinreiche Mahlzeit - wie beispielsweise Fleisch oder Fisch - gönnen. Diese kann der Körper besser verwerten und nicht zuletzt hilft ein solches System besser beim Abnehmen. Wichtig ist, regelmäßig zu essen und Mahlzeiten nicht ausfallen zu lassen, schon gar nicht aus Zeitgründen. Wer wirklich auf Nummer sicher gehen möchte, kann zum Beispiel ein Ernährungstagebuch anlegen und so genau aufschreiben, was man täglich zu sich nimmt. Auf diese Weise lässt sich auch die Kalorienmenge wunderbar kontrollieren. Gleichzeitig können kleine Sunden entlarvt werden. Der kleine Schokoriegel, das Stückchen Kuchen oder der tägliche Klecks Sahne im Kaffee - all diese vermeintlichen "Kleinigkeiten" summieren sich zu beträchtlichen Kaloriensummen, die man besser nutzen könnte.

Letzten Endes bleibt zu sagen: Man sollte beim Thema Ernährungsumstellung nie nur kurzfristig denken, sondern auf lange Sicht planen. Wer beschließt, künftig mit gesunder Ernährung und Sport durchs Leben zu gehen, sollte dieses Muster dann auch beibehalten - der Körper wird es einem danken.

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