Aminosäuren

Immer wieder hört man von Aminosäuren in Verbindung mit Sport und Ernährung - doch nur die wenigsten Menschen wissen auf Anhieb, worum es sich dabei eigentlich genau handelt. Prinzipiell sind Aminosäuren ein lebenswichtiger Baustein für uns. Wenn wir unserem Körper zu wenige davon zuführen, leidet langfristig unsere Gesundheit darunter. Denn Aminosäuren sorgen für einen reibungslosen Ablauf in den Organen: So sind sie beispielsweise dafür zuständig, dass in der Leber wichtige Eiweiße entstehen können. Diese braucht der Körper, um Krankheitserreger und Giftstoffe effektiv abtransportieren zu können.

Aminosäuren entstehen dann, wenn das Protein, das dem Körper zuvor zugeführt worden ist, wieder in seine Einzelteile zerteilt wird. Über das Blut können sie in die Leber gelangen und werden dort dann erneut zusammengelegt. Jedoch gibt es ebenfalls Aminosäuren, welche für die Bildung von Zucker im menschlichen Körper zuständig sind. Auch notwendig sind Aminosäuren für den Transport von Nährstoffen wie Zink, Kupfer und Eisen über das Blut.
Es ist also keine Frage, dass man sich vermehrt mit diesem Thema befassen sollte, wenn man auf einen gesunden und langfristig fitten Körper Wert legt. Kaum ein Profisportler hat sich nicht mit Aminosäuren auseinandergesetzt, denn sie können seine Leistung massiv beeinflussen - sowohl positiv als auch negativ.

Mangel an Aminosäuren - und was man dagegen tun kann

Nicht jeder denkt bei körperlichen Beschwerden als Erstes an einen Mangel an Aminosäuren - allerdings kommt dies gar nicht so selten vor.
Wer einen dauerhaften Mangel an Aminosäuren im Körper verzeichnet, fühlt sich auf Dauer schlapp, müde und kraftlos. Auch Haarausfall ist eine häufige Folge dessen. Wer dies prüfen möchte, kann einen leichten Bluttest durchführen, den jeder Hausarzt gerne vornimmt. Dass erst ein solches Ungleichgewicht an Aminosäuren im Körper entstehen kann, ist kein Zufall: Viele Menschen, die unter Stress stehen, zu intensiv Sport betreiben, lange krank waren oder einfach ein hohes Alter erreichen, weisen häufig einen Mangel an Aminosäuren im Körper auf. Fühlt man sich noch dazu müde und abgespannt, dann kann es gut sein, dass das Problem der Mangel dieses wichtigen Nährstoffs ist.

Glücklicherweise gibt es inzwischen eine große Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln mit Aminosäuren, die dem Körper schon einmal ein größeres Defizit abnehmen können. Doch auch eine erhöhte Aufnahme von Protein über Lebensmittel - wie über Milchprodukte, helles Fleisch oder auch über Eier - kann dafür sorgen, dass die Bildung der Aminosäuren im Körper wieder ihr altes Gleichgewicht findet. Schnell zeigt sich der Effekt im gesamten Wohlbefinden: Man fühlt sich fitter, ausgeglichener und energiegeladener.

Wann Nahrungsergänzungsmitteln mit Aminosäuren sinnvoll sind

Nahrungsergänzungsmittel gibt es viele auf dem Markt und sie können auch durchaus sinnvoll sein, allerdings sollte man darüber Bescheid wissen, welche Mittel und in welcher Menge diese wirklich hilfreich sind.

Prinzipiell kann es sehr viele Gründe haben, warum der Körper nicht mehr ausreichend mit Aminosäuren versorgt ist. Manche Menschen sind chronisch nieren- oder leberkrank, andere haben durch eine vegetarische oder vegane Ernährung Mangelerscheinungen und wieder andere verlieren durch zu viel Sport Aminosäuren. In allen diesen Fällen sowie auch in der Medizin - zum Beispiel bei Diabetes, Herzproblemen oder gar Krebs - ist die Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Aminosäuren sehr sinnvoll. Sie können zudem gegen Osteoporose, chronische Leiden und gegen Probleme mit dem Abwehrsystem helfen.
Auch Hochleistungssportler profitieren davon, zusätzliche Ergänzungsmittel, die mit Aminosäuren angereichert sind, einzunehmen. Hier empfiehlt sich darüber hinaus eine Zugabe von sogenanntem Arginin, welches sich insbesondere auf die Regeneration nach dem Training sehr positiv auswirken kann. Gleichzeitig wirkt dieser Stoff dem Verletzungsrisiko entgegen, fördert den Muskelaufbau und stärkt das gesamte Abwehrsystem des Körpers.

Abnehmen mit Aminosäuren - wie hilfreich sind die Nährstoffe wirklich?

Man hört des Öfteren, dass Aminosäuren auch beim Abnehmen helfen können bzw. den Gewichtsverlust fördern. Und das ist keine bloße Annahme, sondern inzwischen sogar wissenschaftlich bewiesen. Die Wirkungen von einzelnen Aminosäuren können hier ganz unterschiedlich sein. Während Phenylalanin dafür sorgt, dass der Stoffwechsel in Gang kommt und die Bewegungsfreudigkeit erhöht, ist Lysin eine ideale Hilfe für den Körper, Fett in Fasergewebe zu transformieren. Gleichzeitig fördert es die Bildung von Muskelmasse. Nicht zuletzt auch wegen der Anti-Aging-Wirkung sind Aminosäuren in der kosmetischen Industrie sehr beliebt. Da der Stoff Ornithin sich positiv auf die Durchblutung auswirkt, den Abbau von Fett fördert und gleichzeitig die körpereigenen Wachstumshormone stimuliert, kann damit dem gesamten Alterungsprozess effektiv entgegengewirkt werden.

Für das Abnehmen ist es wichtig, dass Aminosäuren in einer möglichst genauen Dosierung eingenommen werden. Sie können nicht nur als Tabletten, sondern auch als Pulver konsumiert werden, wie beispielsweise als Beigabe in einem täglichen Proteinshake nach dem Training. Fest steht, dass Aminosäuren für unseren Körper lebenswichtig sind und unser gesamtes Wohlbefinden beeinflussen. Achten Sie also darauf, dass Sie Ihren Körper ausreichend damit versorgen - ganz sicher wird er Ihnen dankbar dafür sein.

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